Jugendkunstwerkstatt

Workshop


Graffiti

Workshop: Graffiti
Künstler: Hendrik "ecb" Beikirch

Wo beginnt und endet das Bild?
Wo beginnt und endet der Hintergrund?
Wo liegt die Schnittmenge?
Transparente Flächen verändern sich je nach Aufstellungsort, Umgebung und Hintergrund. Durch die Kombination von Räumen und Umgebung und ihrer Wechselwirkung entstehen neue Schnittstellen und bringen immer wieder Veränderung hervor. Die urbane Bildsprache und Ausdrucksform Graffiti verschmilzt mit der Natur. Schwimmen wir davor, dahinter oder dazwischen?


Malerei I

Workshop: Malerei I
Künstler: Gregor Bendel

Malerei mit Naturmaterialien führt in eine "Vergangenheit", als Bilder herstellen zu überwiegendem Teil aus Vorbereitungszeit und nur zu einem geringen Teil aus dem eigentlichen Malen bestand. Wir werden auf den ganz leicht konsumierbaren Künstlerbedarf aus der industriellen Herstellung verzichten und machen die Arbeit " natürlich ": Aus Holz und Kohle stellen wir Aschen her, benutzen Sand und gebrannte Erde, pressen Pflanzensäfte, um mit all diesen Stoffen auf Steinen, Rindenstücken, Jute- und Leinentüchern zu malen. Wie stark sich die Umwelt des Menschen verändert hat, werden wir in diesen Arbeiten verdeutlichen, indem wir gezielt industrielle Farben einsetzen. Denn auf diese Weise wird deutlich, wie das Handeln des Menschen Natur in Kultur bis heute transformiert hat. Bei diesen abstrakten Arbeiten steht also nicht ein Bildgegenstand im Mittelpunkt, sondern die Verwendung der genannten Materialien.


Malerei II

Workshop: Malerei II
Künstler: Karin Meiner

Inhaltlich reizt das Thema "Natur. Kultur –Schnittstelle Mensch" zu Gedanken über das sehnsüchtige Streben des Menschen nach der unberührten Naturidylle und letztendlich dem Paradies.
Andererseits steht der Aspekt der ausbeuterisch betriebenen Herrschaft des Menschen über die Natur im Raum. Dies hat unter den Gesichtspunkten der zivilisatorischen Nützlichkeit und wirtschaftlichen Zweckmäßigkeit in einer globalisierten Welt eine Naturzerstörung nie gekannten Ausmaßes hervorgerufen.
(Massentierhaltung, Monokultur, Müllproblematik, Klimawandel, etc)

Zwischen diesen Polen bewegen wir uns und lassen uns zu Denkbewegungen anregen, die dann stilistisch in abstrakten, figürlichen, monochromen und vielfarbigen Malformen ausgedrückt werden können. (Aufbau von Stillleben, freie Malerei, Plakatgestaltung, Collagen, etc.)


Zeichnen

Workshop: Zeichnen
Künstler: Sabine Steimer

Kaum steigen draußen die Temperaturen und die Sonne lässt sich öfter blicken, zieht es uns nach draußen. Menschen bevölkern wieder Plätze, Parks und Cafés und für Jugendliche ist es ein besonderes Vergnügen, sich in kleinen oder größeren Gruppen in Parks und Grünanlagen rund um die Stadt zu treffen, gemeinsam zu grillen, Musik zu hören, auf der Wiese zu relaxen, zu lesen oder einfach die Sonne zu genießen. Trend ist nicht mehr raus in die Natur zu fahren sondern Natur in der Stadt erlebbar zu machen, z.B. auch durch Schaffung künstlicher Sandstrände, die heute ganz normal zum Stadtbild gehören.

Diese Freiluftkultur wollen wir zeichnerisch sichtbar machen und uns auch kritisch damit auseinander setzen wie wir uns in unserer Umwelt wahrnehmen.
In kleinen Foto-Sessions halten wir verschiedene Motive, inszenierte oder zufällige Gruppen-Szenerien fest, die uns als Zeichenvorlagen für Scribbles und Vorskizzen dienen können. Um diese Szenen lassen wir auf dem Papier unsere eigenen Vorstellungen von Umwelt entstehen und wachsen, die den Rahmen einer herkömmlichen Zeichnung sprengen. Wir nutzen den Hintergrund als Experimentierfläche für Collagen aus Farbe, Foto-Umdrucken, Naturabdrucken, Frottagen und schaffen einen spannenden Mix aus Zeichnung und anderen Medien.
Ich bin auf eure Ideen gespannt.


Architektur

Workshop: Architektur
Künstler: Axel Nass

Architektur umgibt uns überall. Städtelandschaften prägen unser Weltbild. Denn der Mensch baut seit Jahrhunderten Gebilde, um sich vor der wilden Natur zu schützen und erschafft auf diese Weise seine "natürliche" Umgebung, in der er sich sicher fühlt. Ob eine Hütte oder das höchste Gebäude der Welt, beides wird vom Menschen entworfen, geplant und gebaut.

Der Architektur-Workshop des Kunstreich strebt natürlich nicht das höchste Gebäude der Welt als Ergebnis an, sondern die Umsetzung Eurer Auseinandersetzung mit Formen aus der Natur. Dazu werdet Ihr zunächst interessante Formen in der Natur suchen und skizzieren. Danach erarbeitet Ihr in der Gruppe ein Konzept, wie ein bestehendes Gebäude mit Hilfe dieser organischer Formen verwandelt werden kann. Oder Ihr entwerft Pläne für ein Natur-Objekt, das Menschen Schutz bietet. Mit Dachlatten als Hauptmaterial, die nur eine Annäherung an Naturformen erlauben, könnt ihr eure Visionen umsetzen. Im wahrsten Sinne des Wortes dürft Ihr Euch an ein schon bestehendes Bauwerk anlehnen, darauf reagieren, es ergänzen, erweitern oder modifizieren...
Oder soll es doch ein Modell werden oder lieber eine Skulptur – begehbar, bewohnbar oder kann man drauf klettern?
Eure Idee, euer Plan, eure Umsetzung- Ihr seid die Architekten!


Textil/Performance

Workshop: Textil/Performance
Künstler: Justyna Koeke

Ich möchte Euch zum gemeinsamen kreativen Gestalten von ganz komischen, außergewöhnlichen oder humorvollen Outfits einladen.
Wir werden einen Grenzbereich zwischen Kunst, Mode und Alltag untersuchen.
Ferner beschäftigen wir uns mit der "Schnittstelle Mensch" - das was wir an uns tragen, ist eine Grenze, eine Membran zwischen uns und unseren Umwelt, in der wir leben. Wir versuchen uns selbst auf skulpturale Art und Weise, anders als gewohnt, zu gestalten. Während der drei Tage werden wir mit Hilfe von alten Klamotten, Stoffen, Pappkartons, Folien, Tesafilm und allen möglichen Materialien, die euch in den Sinn kommen, eine kleine merkwürdige Kollektion erschaffen.
Die Nähmaschine wird auch da sein!

Unsere skulpturale Anziehsachen, die dabei entstehen werden, können wir im öffentlichen Raum ausprobieren: Wie wirken sie Passanten? Und wie fühlen wir uns dabei? Unsere Aktion wird in Form eines Videos oder eines Mode – Shootings festgehalten.